Jan26th

Share Ideas to the Maximum

Vernetzte Welt …

… bei TechCrunch, einem der großen Blogs, dass sich mit neuen Internet-Anwendungen und den dahinter stehenden Unternehmen beschäftigt, habe ich einen Artikel gefunden, der sich wiederum auf einen längeren Beitrag der Financial Times bezieht.

Inhalt des ursprünglichen Artikels ist ein Profil des Internetgründers Loic Le Meur (aus Frankreich, jetzt ansässig im Silicon Valley), in dem er seine zehn Regeln für erfolgreiche Start-ups benennt.

Internet-basierte Start-ups sind per se Netzwerk-Unternehmen. Nicht alle berücksichtigen das in Ihrem Auftreten, viele suchen Ihren Erfolg in einer Closed-Shop-Politik mit soviel Abgrenzung wie eben möglich. Mich ärgert das jedesmal – weil ich es für dumm halte. Loic Le Meur scheint das ebenso zu sehen; seine zehn Regeln sagen: Arbeite mit dem Netzwerk, wenn Du erfolgreich sein willst. Und da diese Worte von einem erfolgreichen Unternehmer stammen, haben seine Regeln ihre Berechtigung in diesem Netzwerkblog (übersetzt) zu erscheinen.

Übrigens gelten diese Regeln nicht nur für Internet-Unternehmen, sondern für jedes Netzwerk. Aber lesen und urteilen Sie selber:

  1. Warte nicht auf eine revolutionäre Idee. Die wird nie kommen. Fokussiere Dich auf eine einfache, aufregende Marktlücke und handle so schnell wie möglich.
  2. Teile Deine Idee. Je mehr Du teilst, desto mehr Rat wirst Du erhalten und umso mehr wirst Du lernen. Triff Deine Wettbewerber und sprich mit Ihnen.
  3. Bau eine Gemeinschaft (community) auf. Nutze Blogs und Soziale Software, um sicher zu stellen, dass die Menschen über Dich etwas erfahren.
  4. Hör auf die Gemeinschaft. Beantworte ihre Fragen und entwickle Dein Angebot mit ihren Rückmeldungen.
  5. Stelle ein großartiges Team zusammen. Wähle Mitglieder aus, deren Fähigkeiten sich von Deinen unterscheiden. Suche Menschen, die besser sind als Du.
  6. Jeder macht Fehler. Sei der erste, der einen Fehler erkennt und zugibt. Diskutiere Probleme öffentlich, lerne und korrigiere Dich.
  7. Vergeude keine Zeit mit Marktforschung. Starte Testversionen so früh wie möglich und verbessere das Angebot öffentlich.
  8. Konzentriere Dich nicht auf Tabellen mit Business Plänen. Dein Geschäft wird sich keinesfalls so entwickeln wie geplant.
  9. Plane keinen großen Marketingaufwand. Es ist viel wichtiger und überzeugender, dass Deine Gemeinschaft Dein Angebot liebt.
  10. Fokussiere Dich nicht auf das Ziel, reich zu werden. Fokussiere Dich auf Deine Kunden. Geld ist das Ergebnis des Erfolgs, kein Ziel.

Beim Aufschreiben dieser Regeln kann ich die Gedanken, die Sie beim Lesen haben werden, hören. Ich ahne sehr viele „Aber, …“.
Ich verzichte bewusst auf eigene Kommentare, meine Meinung habe ich ja auch einleitend kund getan. Wenn Sie Ihr „Aber“, gerne auch Ihr „Genau so ist es“, loswerden möchten, nutzen Sie die Kommentarfunktion. Ich bin bereit – siehe Regel 6.

Hier sind noch die Links zu den eingangs zitierten Artikeln:

Die zehn Regeln bei TechCrunch

Der Artikel der Financial Times

Jan11th

Die wichtigsten Indikatoren für Netzwerker – Teil 3

Fortsetzung – Teil 1, Teil 2

Bisher wurde festgestellt, dass Wachstum der Netzwerkgröße und die Zunahme der internen und externen Vernetzung zwar wesentliche Netzwerkziele sein können, aber in Abhängigkeit von den inhaltlichen Netzwerkzielen nicht sein müssen. Losgelöst kann Wachstum sogar kontraproduktiv wirken.

Wie sieht es mit dem vierten genannten wesentlichem Indikator aus?

Zur Erinnerung: Im eingangs zitierten Artikel, auf den sich diese Serie bezieht, spricht Valdis Krebs von diesem vierten Indikator:

Zunahme an Projekten, die aus den ersten drei Aspekten entstehen um Wertschöpfung aus den Vernetzungen zu erzeugen.

Meine „Wachstumskritik“ gilt auch hier, allerdings nur eingeschränkt. Zunahme an Projekten kann nicht das vorrangige Ziel sein, Zunahme an Wertschöpfung schon. So wie (fast) jedes Unternehmen auf Umsatz- und vor allem Gewinnwachstum setzt, tun dies Netzwerke, die einen Geschäftszweck verfolgen, auch. Das ist eine betriebswirtschaftliche Grundannahme – Kritik daran ist ebenfalls nicht unüblich, soll hier aber nicht reflektiert werden.

Anstelle dessen möchte ich zwei Indikatoren vorstellen, die mir ergänzenswert scheinen und die deshalb auch in den NetzwerkControlling-Projekten der PZN Kooperationsberatung erfasst werden.

Informationsfluss im Netzwerk

Im zweiten Teil haben Sie schon gelesen, dass ich in der Regel die Qualität der Verbindungen über deren Anzahl stelle. Es gibt viele mögliche Ausprägungen von Verbindungsqualität, in einem Vertriebsnetzwerk wird das z.B. der generierte Umsatz sein. In den meisten Fällen fließen über diese Verbindungen aber Informationen (auch im Vertriebsnetzwerk), also möchte ich diese Eigenschaft in den Vordergrund stellen. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Dez20th

Soziale Netzwerkanalysen in der Politik?

Heute möchte ich Sie an einer Frage beteiligen, die mich seit einiger Zeit beschäftigt: Welche sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten gibt es für Soziale Netzwerkanalysen in der Politik?

Deutscher-Bundestag

Natürlich habe ich als erstes mal Google bemüht und möchte Ihnen drei Links, die mir interessant erschienen, nicht vorenthalten:

Mein Anliegen ist es heute nicht, diese Links zu kommentieren, sondern Sie nach Ihren Erfahrungen, Ihren Ideen zum Thema zu befragen. Also: Wo sehen Sie Einsatzmöglichkeiten für die SNA in der Politik? Dabei gibt es trotz der oben genannten Beispiele natürlich keine Beschränkung auf den Deutschen Bundestag. Vielleicht gibt es in der Kommunalpolitik ja die interessanteren Beispiele?

Wenn Sie sich beteiligen möchten: Am einfachsten geht das über die Kommentarfunktion. Sie müssen nur auf den grünen Kommentar-Button klicken und sich einmalig registrieren bzw. anmelden (die Angaben werden zu keinem anderen Zweck genutzt, Sie erhalten keine Werbung, Ihre Email wird an niemanden weiter gegeben). Jeder Kommentar muss allerdings zunächst von mir zur Veröffentlichung frei gegeben werden, darum erscheint es hier nicht sofort. Das dient nicht der Zensur, sondern einzig der Vermeidung von Spam.

Ich bin gespannt.

Nov23rd

Die wichtigsten Indikatoren für Netzwerker – Teil 2

Fortsetzung des Beitrags vom 24.10.2007

Wie steht es um die Bedeutung des Wachstums der internen Vernetzung?

Die kurze Antwort: So ähnlich wie beim Wachstum der Netzwerkgröße.

Gehen wir davon aus, dass wir über Netzwerke sprechen, die existieren um geschäftlichen Nutzen für Ihre Mitglieder zu generieren. Dazu gehören Netzwerke, die den Wissensaustausch in den Mittelpunkt stellen, solche, deren Mitglieder über gegenseitige Empfehlungen Aufträge gewinnen, ebenso wie Netzwerke, die sich der gemeinsamen Akquise und/oder Auftragsbearbeitung verschrieben haben (Alles-aus-einer-Hand, virtuelle Fabriken, …).

Pixelio.de Pixelio.de Pixelio.de

Diese Vereinigungen können nicht funktionieren ohne ein gewisses Maß an gegenseitigem Wissen der Mitglieder übereinander. Niemand wird ernsthaft seinen Kunden oder Partnern ein Unternehmen empfehlen, welches er nur namentlich kennt, weil er das Logo auf der Website seiner Kooperation gesehen hat.

Das spricht für den positiven Effekt eines Wachstums der internen Vernetzung.

Was spricht dagegen? Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Okt24th

Die wichtigsten Indikatoren für Netzwerker – Teil 1

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von Valdis Krebs, der in seinem Blog Networkweaving über die Leading Indicators für Netzwerke spricht.

Wie kann man ein Netzwerk messen? Mehr – wie kann man den Erfolg eines Netzwerks messen?

Diese Fragen haben sich Wissenschaftler und Netzwerker tausende Mal gestellt; dementsprechend findet man fast ebenso viele Antworten. Die wenigsten sind für Praktiker interessant, wie ich aus meiner eigenen (bei diesem Thema leidvollen) Erfahrung als Kooperationsberater bestätigen kann. Besonders in akademischen Kreisen beschäftigt man sich zunächst gerne mit der Frage, was ist denn überhaupt ein Netzwerk? Ich habe meine eigene Antwort auf diese nervtötende Endlosdiskussion gefunden, dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

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Ein Netzwerk zu messen, es in Zahlen darzustellen, ist nicht schwer, wenn man es mit den Instrumenten der Netzwerkanalyse erfasst hat. Sucht man aber brauchbare Indikatoren für den Erfolg eines Netzwerkes, muss man schon etwas mehr Überlegungen anstellen. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Sep14th

The Dark Side of SNA

Spiegel Online erwähnt mal wieder die Soziale Netzwerkanalyse, diesmal im Zusammenhang mit dem sogenannten Dark Web der Terroristen. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Sep11th

Auftritt renoviert

Wenn Sie heute nicht zum ersten Mal auf diesen Seiten sind, dann haben Sie es sicher fest gestellt:

Das Blog zur Netzwerkanalyse in Unternehmen hat ein neues Design erhalten. Das ist aber noch nicht alles, auch die Software-Basis wurde auf den neuesten Stand gebracht. Ungefähr zehn Stunden Arbeit stecken darin, ein paar kleinere Veränderungen werden noch folgen.

Eine strukturelle Veränderung ist der Einsatz des „more-Tags“. Sie erkennen das daran, dass in den (neuen) Artikeln nach einer Einleitung in der Regel ein „Lesen Sie den Rest dieses Beitrags“ erscheint. Wenn Sie den hinterlegten Link nutzen, finden Sie den Rest des Artikels. Die Startseite soll so übersichtlicher werden, Sie müssen weniger scrollen und können entscheiden, ob Sie den ganzen Artikel lesen wollen oder eben nicht. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Jul21st

Crash Boom Bang

Wer sich über das lange Ausbleiben neuer Beiträge an dieser Stelle gewundert hat, bekommt jetzt eine Erklärung. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Jun12th

USP – neue Veröffentlichung

Wir waren in der Zwischenzeit nicht faul, ein Ergebnis unserer Arbeit ist eine neue Veröffentlichung zum derzeitigen Lieblingsthema „KooperationsControlling per Netzwerkanalyse“. Lesen Sie den Rest dieses Beitrags »

Mai15th

Wer spricht mit wem?

KooperationsControlling per Netzwerkanalyse

Die netswork 2007 ist vorbei (siehe Ankündigung), die zweite, stark erweiterte Auflage des Netzwerkmanagement Buches ist erschienen, die Arbeit an einem Artikel für die Zeitschrift USP des Marketing Club Berlin hat begonnen. Alle diese Ereignisse haben eine Gemeinsamkeit: ich informiere die Besucher, Kongressteilnehmer und Leser über die Vorzüge der Sozialen Netzwerkanalyse als Methode für Unternehmen (ONA) im Allgemeinen und für Kooperationen im Speziellen.

Da erscheint es mir unangebracht, ausgerechnet die täglich zunehmenden Leser meines Blogs nicht teilhaben zu lassen. Darum folge ich dem Beispiel von Valdis Krebs (vorheriger Artikel) und veröffentliche meine Präsentation bei Slideshare.

Wer also wissen möchte, was die netswork Besucher wissen und was auch den Beiträgen in „Netzwerkmanagement“ und „USP“ zugrunde liegt, möge die verlinkte Slideshow betrachten.

Leider fehlen natürlich die gesprochenen Erläuterungen, die Präsentation ist nicht immer selbsterklärend. Wenn Sie Fragen haben und mehr erfahren möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf. Ich freue mich über jede Rückmeldung!

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